user_mobilelogo

Kirchenrenov 2004 200In Altenriet steht die Kirche noch mitten im Dorf, laut Quellen seit dem 15. Jahrhundert. Gleich, ob man das Neckartal hochfährt oder über das Höllbachtal blickt: Der Kirchturm ziert den Ort und macht ihn unverwechselbar. Schön, dass wir die Kirche mitten im Dorf haben.
Eine Kirche, mit der Viele von Ihnen etwas verbinden. Die alteingesessenen Altenrieter/innen und auch diejenigen, die in den vergangenen Jahren nach Altenriet gekommen sind. Manche mögen alle wichtigen Passagen des Lebens in dieser Kirche gefeiert haben: Die Taufe, die Konfirmation, die Trauung. Andere haben ihr Kind taufen oder konfirmieren lassen oder sind hier getraut worden. Die Kirche gehört nicht nur mitten ins Dorf, sondern auch in unsere Mitte, in unser Leben.

Die St.-Ulrichskirche ist gerade deshalb unsere Kirche. Weil wir etwas mit ihr verbinden. Etwas, das wir in ihr erlebt haben oder auch etwas, das wir in ihr zukünftig noch feiern wollen: Die Konfirmation der Kinder, die ökumenischen Familiengottesdienste, die Taufe der Enkel, die goldene Konfirmation oder den St. Ulrich-Kirche von hinten Gottesdienst zum Schulanfang. Vielleicht ist sie auch einfach deshalb unsere Kirche, weil sie aus Altenriet nicht wegzudenken ist.
Im Jahre 2004 stand die Renovierung der St. Ulrich-Kirche an. Natürlich sollte sie schöner werden, aber der Schwerpunkt lag doch deutlich auf baulich unbedingt notwendigen Maßnahmen.

Unsere Kirche soll ein würdiger Ort sein. Ein Ort, an dem wir uns an den Übergängen des Lebens und jeden Sonntag der Gegenwart Gottes vergewissern können. Jetzt braucht sie uns, unsere Kirche. Damit sie in den nächsten 50 Jahren für uns da sein kann. Vielen Dank an alle für die Mithilfe bei der Renovierung und viel Freude mit unserer renovierten Kirche in den kommenden Jahrzehnten!

 

Dies waren die geplante Maßnahmen im Einzelnen

Kirchenrenovierung 2004 Auf dieser Seite möchten wir Ihnen aufzählen, was im Einzelnen für Arbeiten an der Kirche durchgeführt wurden. Beginnen wir außen: wer auf der Terrasse des Gemeindehauses steht und zur Kirche hinüberschaut, dem fällt schon mit bloßem Auge auf, daß die senkrechten Linien am Chor, also die Gebäudeecken und Fenster, nicht mehr senkrecht sind. Untersuchungen haben gezeigt, daß sich der Chor nach Südosten neigt, damit sind auch die Risse im Innenbereich des Chores am Übergang zum Kirchenschiff zu erklären. Die Neigung konnte zwar nicht mehr korrigiert werden, wurde aber aufhalten indem das Fundament unter dem Chor, welches lediglich aus zwei Lagen Sandstein bestand, durch ein tiefergründendes davorgesetztes verstärktes Betonfundament unterfangen wurde.
In diesem Zug wurde das ganze Gebäude (Chor und Schiff) mit einer wirkungsvollen Drainage versehen (bei einer Grabung im Nordbereich des Schiffes kam lediglich eine Drainage aus stumpf aneinander gestoßenen Tonrohren zum Vorschein. Diese war auch nicht tief genug im Erdreich verlegt , so daß sie nach Meinung von Fachleuten unwirksam ist). Die Außenwände des ganzen Gebäudes bekamen Putzausbesserungen und einen neuen Farbanstrich.

Seit dem Sturm „Lothar“ an Weihnachten 1999, der einen Teil der Schindeln der Schindelpanzerung des Turmes wegriß, finden wir immer wieder einzelne Schindeln auf den Boden liegen. Eine Ausbesserung hat gezeigt, daß auch die Unterkonstruktion durch langjährige Witterungseinflüße schadhaft ist. Die Verschindelung wurde komplett erneuert.

Den größten Teil der Kosten im Innenbereich verursachte die Erneuerung der Heizung. Die alte Stromheizung aus den 50er Jahren verursachte immense Stromkosten. Deshalb haben wir uns entschieden, auf eine Warmwasserheizung mit Unterbankkonvektoren umzustellen, denn dafür konnten wir nach die im Gemeindehaus vorhandene Heizanlage mitverwenden.

stop
/
      ozio_gallery_fuerte
      Ozio Gallery made with ❤ by joomla.it

      Die elektrische Installation stammt aus den 50er Jahren und ist so heute zum Teil gar nicht mehr zulässig, daher war ein kompletter Austausch nach heutigen Anforderungen notwendig. Gleichzeitig wurdeauch die Beleuchtung erneuert.
      Die Mutteruhr in der Sakristei, welche die Turmuhr steuert, war bereits im Frühjahr 2003 defekt und konnte nur notdürftig repariert werden. Eigentlich ist sie zusammen mit dem Uhrwerk auf dem Dachboden der Kirche ein Museumsstück. Sie wurde nun durch eine moderne digitale Variante ersetzt, welche auch das manuelle Umstellen von Winter- auf Sommerzeit unnötig macht.

      Die Gebäudehülle im Kircheninneren haben wir unter Beratung und der Mithilfe eines Restaurators renoviert und teilweise anders gestaltet. So weit als möglich soll der Charakter des kleinen Kirchleins erhalten bleiben. Die Tonnengewölbekonstruktion der Decke wirde abgewaschen und neu gestrichen, wodurch sie jetzt deutlich heller als jetzt wirkt. Die dunkle Holzverkleidung des Aufgangs von der Empore auf den Dachboden wurde mit Gipsplatten verkleidet und so dem Aussehen der Wand angepasst. Die Wände selbst sind ebenfalls abgewaschen und erhielten einen Neuanstrich. Die Fenster- und Türleibungen, seither in der Farbe der Wand gehalten, erhielten nach Vorschlag des Restaurators einen Anstrich, welcher dem aus Sandsteinen gefertigten Chorbogen nachempfunden ist. Dies trägt zu einem festlichen Charakter des ganzen Kirchenraumes bei. Auch der Chorbogen selbst, welcher in den senkrechten Teilen zu schmal wirkt, erhielt durch eine Rücknahme des Putzes sein historisch korrektes Aussehen aus dem 15. Jahrhundert wieder zurück. Im Chor selbst hat die Schrift an der Wand sowie auch die Decke selbst eine Reinigung und einen Neuanstrich erfahren.

      Ansonsten hat sich wenig in der Kirche geändert, die 1737 im gotischen Stil umgebaut wurde und 1957/58 einschneidend saniert wurde: Aus dieser Zeit stammen unter anderem die Glasfenster im Chor wie auch Empore, Kanzel, der schlichte Blockaltar aus grauem Sandstein, Orgel, Kirchenbänke als auch die Wandbeschriftung im Chor.

      Um mehr Platz für Sondergottesdienste zu schaffen, hatte der Kirchengemeinderat, dem Beispiel vieler Kirchengemeinden folgend auch beschlossen, auf jeder Seite die vorderste Bank sowie die Brüstung davor zu entfernen. Bei Gottesdiensten, in denen viele Besucher zu erwarten sind, werden hier Stühle aufgestellt werden, so daß die Kapazität der Kirche bei entsprechendem Bedarf nicht kleiner sein wird. Auch die Bänke im Chor wurden entfernt, um den Chor bei kleineren Veranstaltungen als eigenen gottesdienstlichen Raum einheitlich nutzbar zu machen.

      Die Sakristei und der Vorraum wurden den neuen Erfordernissen entsprechend umgebaut sowie eine elektroakustische-und Beleuchtungsanlage eingebaut.